Historie

Historie Leinhausenpark

Bahnhof Leinhausen – Eine Location mit Geschichte

Legende oder Wahrheit? Die Geschichte(n) zum Bahnhofsgebäude Leinhausen

Eins vorab: wir haben uns für die wahre Geschichte entschieden, soweit sie uns bekannt ist.

Für die RomantikerInnen aber lassen wir auch die Legende zum Bahnhof Leinhausen nicht unerwähnt und noch einmal kurz aufleben, bevor wir das Bild gerade rücken.

In vielen Köpfen wird noch die Verbindung gezogen zu den alten Zeiten, als die Königshäuser Hannover und England in Personalunion vereint waren. Da gibt es außerdem natürlich die berühmte Liebesgeschichte von Albert und Viktoria und vor allem diese soll den Gerüchten nach der ausschlaggebende Grund für die Errichtung des heute unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäudes sein.

Um eine direkte und vor allem exklusive Verbindung vom Herrenhäuser Schloss nach England zu schaffen, war ein Bahnhof in unmittelbarer Nähe zum Schloss in den Herrenhäuser Gärten natürlich von großem Vorteil. Vorher gab es nur ein kleines einstöckiges Fachwerkgebäude, das als Bahnhof diente und somit keineswegs standesgemäß war. Das neue Bahnhofsgebäude war für den Stadtteil Herrenhausen dagegen ein ausgesprochen stattliches und repräsentatives Gebäude mit einem 11 m hohem Saal und einem Wartesaal 1. Klasse. Noch heute enthält der Bahnhof viele ursprüngliche Elemente aus Kaiserzeiten, wie Butzenscheiben und teilweise erhaltene Wandtäfelung in besagtem Wartesaal 1. Klasse. Und so mag manch einer oder eine sich in Gedanken an die alten Geschichten gerne auf eine kleine Zeitreise einlassen.

Die RomantikerInnen sollten nun aufhören zu lesen, denn:

Das heutige Gebäude wurde tatsächlich erst 1911 von dem Reichsbahninspektor Gustav Bär, Freund und Architekt von Karl May, entworfen und somit nach dem Tod von Königin Victoria (1901) erbaut. Richtig ist allerdings, dass die früheren Königs- und Fürstenhäuser auch ohne Albert und Victoria durch verwandtschaftliche Beziehungen und die damalige Heiratspolitik sehr eng miteinander verflochten waren und diese Beziehungen durch zahlreiche Besuche pflegten. Der Nähe zu dem Herrenhäuser Schloss, zeitweise Sommerresidenz des Königshauses Hannover, dürfte daher durchaus eine entscheidende Rolle bei der Planung des Bahnhofsgebäudes zugekommen sein.

Doch auch in der jüngeren Vergangenheit gibt es natürlich schöne und auch romantische Geschichten rund um den Bahnhof Leinhausen, der 1999 umgebaut und seit Silvester 1999/2000 als vielseitige Eventlocation betrieben wird. Viele Begegnungen und schicksalhafte Wendungen hat es hier gegeben und einige schlagen sogar den Bogen zur heutigen Funktion als Veranstaltungslocation. Wir erinnern uns besonders gerne an ein Paar, das sich vor über 50 Jahren in unserem Bahnhof zufällig kennengelernt und später geheiratet hat. Zum 50. Hochzeitstag kamen sie wieder zu uns und haben diesen mit und vor allem bei uns gefeiert, ein sehr besonderer Moment.

Wir wünschen uns und unseren Gästen noch viele solcher besonderen Momente und gute Erinnerungen an unser schönes Gebäude.

Schreiben Sie daher die Geschichte des Bahnhofs Leinhausen mit Ihrem Event weiter.

Historie Bahnhof Leinhausen

Leinhausenpark und Leinhausenparkbühne

Die Leinhausenparkbühne befindet sich in einem für Hannover wichtigen Viertel: der früheren „Colonie Leinhausen“. Erfahren Sie hier mehr über diese Geschichte…

Wie überall in Europa schritt Mitte des 19. Jahrhunderts auch im Königreich Hannover die Industrialisierung mit Riesenschritten voran und die Ära der Eisenbahn war nicht aufzuhalten. Dies setzte sich auch nach der Annexion durch Preußen fort.
Ursprünglich am Raschplatz in Hannover gelegen, musste die Eisenbahn-Hauptwerkstätte dem damals ganz neu geplanten Hauptbahnhof weichen. Um aber die großen und kühnen Pläne der Bauherren umsetzen zu können, wurde zwischen Herrenhausen und Stöcken eigens ein neuer Gutsbezirk für die Erbauung einer neuen Werkstätte gegründet. Der Name des neuen Gutsbezirks: Leinhausen.
1878 wurde sie dann dort errichtet, die Königliche Preußische Eisenbahn-Hauptwerkstätte in Leinhausen.
Um das Werk herum entstand planmäßig eine ganz selbständige und vielfältige Wohnkolonie nur für Eisenbahner, um ihnen lange und ermüdende Wege zum neuen Werk zu ersparen. Der Werkstattleiter war zugleich Gutsvorsteher, Schiedsmann und sogar Standesbeamter und er nahm zahlreiche Trauungen dort vor. Es gab eine eigene Feuerwehr und den damals angelegten Feuerlöschteich kennen wir noch heute, denn es ist das RSV-Bad-Leinhausen. In den teilweise noch vorhandenen und heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden des Werkes fanden Schulunterricht und Gottesdienste statt. Das Speisehaus – heute Leinhausenpark 6 – musste u. a. für die vielen Feste sogar erweitert werden.
Die Eisenbahner waren stolz auf ihr Werk und ihre „Colonie“ und so bildete sich ein reges Vereinsleben, geprägt von Zusammenhalt und auch kultureller Entfaltung. Mindestens einen bekannten Sohn der Stadt hat auch die „Colonie Leinhausen“ hervorgebracht: Uli Stein, bekannt als Cartoonist und Fotograf, wuchs als Sohn eines Bahners in der Siedlung auf. 2011 kehrte er noch einmal auf das damals verwilderte und gerade versteigerte Gelände zurück, um die verwunschen anmutenden alten Gemäuer in diesem Zustand zu fotografieren. Diese Bilder sind auf der Homepage des inzwischen verstorbenen Künstlers noch zu bewundern.
Es hat sich viel verändert seit der Errichtung des Werkes und seiner „Colonie Leinhausen“. Heute existiert Leinhausen als Stadtteil der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, die alten Häuser der Wohnkolonie sind Mehrfamilienhäusern gewichen. Die historischen Bauten im Leinhausenpark fangen dagegen an, wieder in alter Schönheit zu erstrahlen und das Gelände selbst ist aus einem langen Dornröschenschlaf erwacht. Nur wenige der alten Gebäude werden noch von der DB genutzt, die Anderen werden einer ganz neuen Nutzung zugeführt unter dem Motto: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach; Ateliers, Kultur und Gastronomie sollen sich hier begegnen und ideal ergänzen.
Erfreulicherweise wird manches auch bleiben: die architektonisch schönen Gemäuer, die Parkanlage zwischen den Verwaltungsgebäuden, der malerische Wasserturm, die idyllische Atmosphäre. Altes wird bewahrt und dabei doch zu ganz neuem und zeitgemäßen Leben erweckt.
Die große Bühne mit Sandsteinstufen unter den hoch gewachsenen Bäumen bietet dabei die Möglichkeit, alte Traditionen fortzusetzen und neue zu begründen.
Hierzu laden wir Sie herzlich ein.